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Im Januar 2014 initiierte der Verein "Rhein-Ruhr-Russland" ein längerfristig angelegtes Projekt, bei dem es um das Gräberfeld für ausländische (meist russische, ukrainische, weißrussische) Zwangsarbeiter auf dem Terassenfriedhof geht. Das Projekt wird unterstützt vom Justizminister des Landes NRW, Herr Kurtschaty.
Beteiligt sind das Mädchengymnasium Essen-Borbeck, der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Verein Rhein-Ruhr-Russland und die Essener Gemeinde der russisch-orthodoxen Kirche.

Justizminister Kutschaty mit Herrn Held vom VdK

Beim ersten Koordinierungstreffen im Mädchengymnasium (auf dem Bild links die Schulleiterin, Frau Wenning) wurde das weitere Vorgehen vereinbart. Zunächst erfolgt eine Bestandaufnahme des Gräberfelds durch Schülerinnen des Gymnasiums. Parallel hierzu wird ermittelt, über welche Quellen man genauere Informationen über die hier beerdigten Zwangsarbeiter ermitteln kann.
Die Pflege und teilweise Wiederherstellung der Grabstätten in Zusammenarbeit mit der Stadt Essen und dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge wird dann in der 2. Jahreshälfte 2014 im Mittelpunkt stehen.

Das Gräberfeld wurde seinerzeit von der Stadt Essen sorgfältig angelegt und mit einem würdigen Rahmen umgeben. Im Laufe der Jahre wurde der Renovierungsbedarf jedoch immer deutlicher. Es ist uns ein Anliegen, dieser wichtigen Begegnungs- und Erinnerungsstätte wieder ein angemessenes Aussehen zu geben und zugleich mit den Schülerinnen eine Dokumentation zu diesem schrecklichen Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte zu erstellen.

Eine Informationstafel weist auf das besondere Gräberfeld hin. Es ist geplant, hier eine demnächst eine ausführlichere Erläuterung zu bieten.

Viele Gräber sind anonym, weil sich nicht feststellen ließ, welcher Zwangsarbeiter hier beerdigt wurde.

Oft fehlen Geburts- und Sterbejahre und man kann nur anhand der Namen feststellen, dass es sich meist um junge Russen, Weißrussen und Ukrainer handelt.

Die Ukrainer stellen eine besonders große Gruppe. Das sieht man, auch wenn die Namen oft eingedeutscht oder fehlerhaft wiedergegeben sind. Manche Opfer sind im Kindesalter verschleppt worden.

Nicht nur junge Männer - auch viele Mädchen und junge Frauen wurden zur Zwangsarbeit ins Ruhrgebiet deportiert. Entsprechend viele weibliche Opfer wurden auf dem Terrassenfriedhof bestattet.